"Mähfreier Mai" ist eine Kampagne der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.(DGG) und der Gartenakademien. Auch im Jahr 2025 unterstützt der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. den Aufruf zur Teilnahme an der erfolgreichen Mitmachaktion. Alle Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, aber auch Kitas, Schulen, Kommunen und Unternehmen sind eingeladen, ihre Rasenflächen einen Monat lang nicht zu mähen und so einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und zur Verbesserung des Mikroklimas zu leisten.
Durch Nichtstun die Artenvielfalt erhöhen
Wenn im Frühjahr die Wiese erst ein paar Wochen später gemäht wird, haben mehr Arten von Wildpflanzen und mehr Insektenarten die Chance sich zu verbreiten. Insekten übernehmen die Funktion der Bestäuber und dienen anderen Tieren als Futter. Als Gartenfreundin oder Gartenfreund erhöht man so die Biodiversität im eigenen Garten durch gezieltes Nichtstun.
Wie sieht das denn aus? Auch mal was stehen lassen
Wenn man eher Rasen als Wiese gewohnt ist, der vielerorts bereits zweimal im Mai gemäht wird, dann mag ein ungemähter Rasen als unordentlich und ungepflegt angesehen werden. Ist es aber nicht. Im Gegenteil. Denn bewusst seltener zu mähen, ist kein Zeichen von Verwahrlosung, sondern von ökologischem Bewusstsein! Nur der bewusste Umgang mit unseren Gärten hilft uns, eine vielfältige Vegetation und die Nahrungskette zu fördern. Deshalb kann ein „Wie sieht das denn aus“ kein modernes Argument im Kleingartenwesens sein, sondern scheint eher ein Beharren auf Gewohnheit zu sein.
Jede Blüte zählt! Jeder Quadratmeter zählt!
Eine vielfältigere Vegetation verbessert zudem die Bodenqualität, erhöht die Wasserspeicherung und schafft Lebensraum für viele kleine Lebewesen. Studien zeigen, dass selbst kleine ungemähte Flächen einen messbaren Unterschied für die Biodiversität bewirken können.
Mehr Information und zur Mitmachaktion auf der Webseite der DGG 1822 e. V.
Foto: © Marion Kwart
